Eugen Ruge ist einer der interessantesten Autoren der heutigen europäischen Literatur, Träger des Deutschen Buchpreises und des Büchner-Stipendiums. Sein Leben und sein Werk sind auf vielfältige Weise mit den großen historischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts verbunden: Er wurde in der Sowjetunion geboren, wuchs in der DDR auf, studierte zunächst Mathematik und emigrierte kurz vor dem Fall der Berliner Mauer nach Westdeutschland.
Sein schriftstellerisches Werk zeichnet sich durch feinen Intellekt, trockenen Humor und scharfe Gesellschaftskritik aus. Weltberühmt wurde er durch seinen genialen Generations- und Familienroman „Die Zeit des schwindenden Lichts“, den Kritiker gerne mit den Klassikern von Thomas Mann auf eine Stufe stellen.
Sein neuester Band mit dem Titel „Pompeji“, der 2026 auch in Ungarn erschien, zeigt uns vor dem Hintergrund einer Katastrophe der Antike die zeitlose Natur des modernen Populismus, der Fake News und der politischen Manipulation. Seine Geschichten sind keine trockenen Geschichtslektionen, sondern menschliche Dramen aus Fleisch und Blut, die ebenso den heutigen Stadtmenschen einen Spiegel vorhalten.
Mit dem Autor spricht Balázs Görföl, Redakteur der Zeitschrift „Jelenkor“; das Gespräch findet mit zeitgleicher Übersetzung statt, Dolmetscher ist Dr. János Nagy.
Termin und Ort:
8. Oktober, 18:00 Uhr
Haus der Künste und Literatur
Der Eintritt ist frei.
Die Veranstaltung wird vom Goethe-Institut unterstützt.
Die Veranstalter behalten sich das Recht vor, Änderungen am Programm vorzunehmen.
